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Welche Untersuchungen gehören zur Vorsorgeuntersuchung bei Hunden und Katzen?
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für Haustiere: Warum sie so wichtig sind
1. Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsvorsorge bei Haustieren. Sie ermöglichen:
Früherkennung versteckter Krankheiten
Bewertung des allgemeinen Gesundheitszustands
Rechtzeitige medizinische Maßnahmen
Ein unverzichtbarer Teil dieser Untersuchungen sind Labortests, die eine objektive Einschätzung des Gesundheitszustands ermöglichen.
2. Warum sind Labortests auch bei gesunden Tieren sinnvoll?
Viele Erkrankungen verlaufen anfangs ohne sichtbare Symptome. Labortests helfen:
Erkrankungen im Frühstadium zu erkennen
Die Funktion der Organe zu kontrollieren
Hormonhaushalt und Stoffwechsel zu überwachen
Ernährung und Prävention anzupassen
Parasiten und Infektionen zu entdecken
Jährliche Tests geben Sicherheit über den Gesundheitszustand Ihres Tieres.
3. Wichtige Labortests bei der Vorsorgeuntersuchung
3.1 Allgemeines Blutbild (Hämatologie)
Untersuchungsinhalte:
Hämoglobin, Erythrozyten (Anämie)
Leukozyten (Entzündungen, Infektionen)
Thrombozyten (Blutgerinnung)
Nutzen: Früherkennung von Entzündungen, Blutarmut, Parasiteninfektionen, Krebs.
3.2 Blutchemie (Biochemisches Blutprofil)
Bewertet die Funktion von:
Nieren (Kreatinin, Harnstoff)
Leber (ALT, AST, Bilirubin)
Bauchspeicheldrüse (Glukose, Lipase, Amylase)
Eiweißstoffwechsel (Albumin, Gesamtprotein)
Nutzen: Diagnose von Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes, chronischen Leiden.
3.3 Urinanalyse
Untersuchungsinhalte:
Eiweißgehalt (Nieren, Entzündungen)
Glukose (Diabetes)
Blut (Infektionen, Blasensteine)
Kristalle (Harnsteine)
Wichtig für Katzen: Häufig unbemerkte Harnwegserkrankungen.
3.4 Kotuntersuchung
Untersuchungsinhalte:
Wurmeier, Larven
Verstecktes Blut
Darmflora-Balance
Nutzen: Erkennt Parasiten auch bei Wohnungstieren.
3.5 Parasiten-Tests
Erkennung von:
Würmern (Helminthen)
Einzellern (Giardien, Toxoplasmen)
Blutparasiten (z. B. durch Zecken)
Besonders wichtig für Freigänger: Erhöhtes Infektionsrisiko.
4. Zusätzliche Tests bei Bedarf
4.1 Hormon-Tests
Cortisol (Cushing-Syndrom)
Schilddrüsenhormone (Hypo-/Hyperthyreose)
4.2 Infektionsdiagnostik
Viren (z. B. Panleukopenie, Parvovirus)
Bakterien (z. B. Borreliose, Leptospirose)
4.3 Zytologie & Abstriche
Hautprobleme
Ohrenentzündungen
Nasenausfluss
5. Vorbereitung auf die Tests
Bluttests: 8–12 Std. vorher kein Futter (Wasser erlaubt)
Urinprobe: Morgens, steril sammeln
Kotprobe: Max. 12 Std. alt, sauber aufbewahren
Gestresste Tiere: Ggf. mit Tierarzt über Beruhigung sprechen
6. Wie oft sollten Tests durchgeführt werden?
Junge, gesunde Tiere: 1× jährlich
Senioren (ab 7 Jahren): 2× jährlich
Chronisch kranke Tiere: Alle 3–6 Monate (nach Absprache)
7. Fazit: Vorsorge = Fürsorge
Frühzeitige Erkennung = bessere Heilungschancen
Auch gesunde Tiere können versteckte Krankheiten haben
Gesundheitsvorsorge verhindert schwerwiegende Erkrankungen
Jetzt Termin für die Vorsorgeuntersuchung vereinbaren – für ein langes, gesundes Leben Ihres Haustiers!
2025-06-09 11:00
Gesundheit und Vorbeugung