Giftig oder nicht?
Pflanzen, Lebensmittel, Medikamente für Menschen und Haushaltsmittel – warum sie für Katzen und Hunde gefährlich sind und wann Sie sofort zum Tierarzt müssen.
Abschwellende Nasensprays und -tropfenMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Abschwellende Nasensprays und -tropfen sind schon in kleinen Mengen gefährlich – es reicht, die Flasche zu zerkauen: Erbrechen, langsamer Puls, Blutdruckschwankungen, Mattigkeit oder Unruhe.
AlkoholLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Erbrechen, Taumeln, flache Atmung, Absinken von Körpertemperatur und Blutzucker. Gefährlich sind auch alkoholische Tinkturen, etwa Baldriantinktur.
Alocasia, Caladium, AglaonemaPflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Brennen und Schwellung im Maul, Speicheln, Erbrechen.
Aloe veraPflanzeKatze: giftigHund: giftig
Der Saft aus Blattfleisch und Schale verursacht Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit. Aloe-Gel für Menschen nicht bei Katze oder Hund anwenden.
AlpenveilchenPflanzeKatze: giftigHund: giftig
Das meiste Gift steckt in der Knolle: Speicheln, Erbrechen, Durchfall; in großen Mengen Herzrhythmusstörungen und Krämpfe.
Amaryllis (Ritterstern)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Alkaloide, vor allem in der Zwiebel: Erbrechen, Speicheln, Bauchschmerzen, Mattigkeit.
Anthurie (Flamingoblume)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen.
AntidepressivaMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Unruhe oder Benommenheit, Zittern, Krämpfe, Fieber. Katzen werden vom Geruch mancher Tabletten angelockt (zum Beispiel Venlafaxin).
Apfel ohne KerneLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
In kleinen Mengen unbedenklich. Die Kerne enthalten etwas blausäurebildende Stoffe – ein paar schaden nicht, das Kerngehäuse aber besser entfernen.
Aspirin (ASS)MedikamentKatze: sehr gefährlichHund: giftig
Katzen bauen Aspirin sehr schlecht ab: Erbrechen, schnelle Atmung, Schäden an Leber und Blut. Bei Hunden Magengeschwüre.
Ätherische Öle und DuftzerstäuberMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: giftig
Katzen können viele Stoffe aus ätherischen Ölen nicht abbauen (Teebaum, Eukalyptus, Zitrus, Minze): Speicheln, Taumeln, Zittern, Leberschäden. Keine Öle aufs Fell geben und keine Diffuser in der Nähe von Katzen verwenden.
AvocadoLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Bei Katzen und Hunden Magenbeschwerden; der Kern kann den Darm verstopfen. Für Vögel und Nagetiere ist Avocado sehr giftig.
Azalee, RhododendronPflanzeKatze: giftigHund: giftig
Grayanotoxine: Erbrechen, Speicheln, Durchfall, Schwäche; in großen Mengen Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen, Koma.
BaldrianMedikamentKatze: giftigHund: giftig
Die alkoholische Tinktur ist wegen des Alkohols gefährlich; Tabletten machen Katzen unruhig und verursachen bei Hunden Magenbeschwerden. Niemals „zum Spaß“ geben.
Batterien (vor allem Knopfzellen)Haus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Eine verschluckte Knopfzelle brennt sich in 1–2 Stunden durch Speiseröhre oder Magen. Zerkaute Batterien verursachen Verätzungen im Maul.
BegoniePflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle, vor allem in den Knollen: Brennen im Maul, Speicheln, Erbrechen.
Blauregen (Glyzinie)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Samen und Hülsen: Erbrechen (manchmal mit Blut), Durchfall, Austrocknung.
Bogenhanf (Sansevieria)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Saponine: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall – meist leichte Beschwerden.
BrotLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Etwas Brot schadet nicht, nützt aber auch nicht. Gefährlich sind roher Hefeteig und Brot mit Rosinen, Zwiebeln oder Nüssen.
Calla (Zantedeschia)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen. Schädigt die Nieren nicht – anders als echte Lilien.
Chlorreiniger und BleichmittelHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig
Verätzungen von Maul und Speiseröhre, Speicheln, Erbrechen. Kein Erbrechen auslösen, etwas Wasser geben und zum Tierarzt.
ChrysanthemePflanzeKatze: giftigHund: giftig
Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Hautreizung.
DieffenbachiePflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Brennen im Maul, starkes Speicheln, Erbrechen, Schwellung von Zunge und Rachen. Maul mit Wasser ausspülen und zum Tierarzt.
Drachenbaum, auch GlücksbambusPflanzeKatze: giftigHund: giftig
Saponine: Erbrechen (manchmal mit Blut), Speicheln, Mattigkeit; bei Katzen erweiterte Pupillen. Der „Glücksbambus“ aus dem Laden ist ein Drachenbaum, kein Bambus.
DüngerHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig
Erbrechen, Durchfall, Reizung im Maul; Dünger mit Schädlingsmitteln und Knochenmehl sind gefährlicher.
Echter BambusPflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig. Der „Glücksbambus“ aus dem Blumenladen ist ein Drachenbaum – und der ist giftig.
EfeuPflanzeKatze: giftigHund: giftig
Saponine: Erbrechen, Bauchschmerzen, Speicheln, Durchfall.
EfeututePflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Brennen im Maul, Speicheln, Erbrechen, Schluckbeschwerden.
EibePflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Nadeln und Samen enthalten Taxine: plötzlicher Herzstillstand, Zittern, Atemnot. Der rote Samenmantel ist fast harmlos, der Samen darin aber hochgiftig.
Einblatt (Spathiphyllum)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen. Keine echte Lilie – schädigt die Nieren nicht.
Eis und SüßigkeitenLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Zucker, Fett und Laktose – Magenbeschwerden; prüfen Sie, ob Schokolade, Rosinen, Nüsse oder Xylit enthalten sind.
EisenhutPflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Eine der giftigsten Gartenpflanzen: Speicheln, Erbrechen, Schwäche, schwere Herzrhythmusstörungen.
EisenpräparateMedikamentKatze: giftigHund: giftig
Erbrechen, blutiger Durchfall, danach mögliche Leberschäden.
ErdnussbutterLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Etwas ist in Ordnung, wenn kein Xylit enthalten ist – unbedingt das Etikett prüfen.
Fett, Haut, SpeckLebensmittelKatze: VorsichtHund: giftig
Fettes Essen vom Tisch ist eine häufige Ursache für Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Hunden: Erbrechen, Bauchschmerzen, Mattigkeit.
Ficus (Birkenfeige, Gummibaum)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Der Milchsaft reizt Maul und Haut: Speicheln, Erbrechen.
FingerhutPflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Herzwirksame Glykoside: Erbrechen, langsamer oder unregelmäßiger Puls, Schwäche. Lebensgefährlich.
Flohmittel für Hunde mit PermethrinMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: unbedenklich
Für Katzen lebensgefährlich: Zittern und Krämpfe nach wenigen Stunden. Waschen Sie die Katze sofort mit lauwarmem Wasser und Spülmittel und fahren Sie zum Tierarzt. Auch enger Kontakt mit einem frisch behandelten Hund ist gefährlich. Für Hunde bei richtiger Anwendung unbedenklich.
Frostschutzmittel und ScheibenfrostschutzHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Ethylenglykol im Kühlerfrostschutz: Schon ein Teelöffel kann eine Katze töten. Zuerst wirkt das Tier „betrunken“, dann folgt akutes Nierenversagen. Das Gegenmittel wirkt nur in den ersten Stunden. Auch Scheibenfrostschutz und Enteiser enthalten Alkohole und sind gefährlich.
FrühlingskrokusPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Der Frühlingskrokus verursacht leichte Magenbeschwerden. Gefährlich ist die Herbstzeitlose (siehe „Herbstzeitlose“).
Gekochte Knochen (vor allem Geflügel)LebensmittelKatze: giftigHund: giftig
Kein Gift, aber mechanisch gefährlich: Scharfe Splitter verletzen Speiseröhre und Darm, Knochen verursachen Verstopfung und Darmverschluss, brechen Zähne ab. Bei Erbrechen, Blut im Kot oder aufgeblähtem Bauch sofort zum Tierarzt.
Gekochtes EiLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Unbedenklich als Leckerli.
Gekochtes Hähnchen oder Pute ohne Haut und KnochenLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Unbedenklich als Leckerli oder als vorübergehende Schonkost bei Magenbeschwerden (nach Rücksprache mit dem Tierarzt).
Geldbaum (Crassula)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Erbrechen, Mattigkeit, manchmal Taumeln. Vergeht meist folgenlos; zum Tierarzt, wenn die Beschwerden nicht abklingen.
Glückskastanie (Pachira)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig.
Goldfruchtpalme, BergpalmePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig. Nicht mit dem Palmfarn (Cycas) verwechseln – der ist sehr gefährlich.
GrünliliePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig. Katzen knabbern gern daran; frisst die Katze viel, kann sie einmal erbrechen.
Halssprays mit Benzocain oder LidocainMedikamentKatze: giftigHund: Vorsicht
Bei Katzen stört Benzocain den Sauerstofftransport im Blut (Methämoglobinämie): Die Schleimhäute werden bräunlich, die Atmung wird schnell.
Haworthie, EcheveriePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig.
HerbstzeitlosePflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Colchicin: blutiges Erbrechen, Durchfall, Schäden an Knochenmark, Nieren und Leber. Nicht mit dem Frühlingskrokus verwechseln.
HopfenLebensmittelKatze: giftigHund: sehr gefährlich
Löst bei Hunden eine gefährliche Überhitzung aus (maligne Hyperthermie): Die Temperatur steigt über 41 °C. Auch gebrauchter Hopfen vom Heimbrauen ist gefährlich.
HortensiePflanzeKatze: giftigHund: giftig
Cyanogene Glykoside: Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit.
Hundefutter für die KatzeLebensmittelKatze: VorsichtHund: unbedenklich
Einmal ist kein Problem, dauerhaft aber nicht: Im Hundefutter fehlen das Taurin und Eiweiß, das eine Katze braucht.
HyazinthePflanzeKatze: giftigHund: giftig
Die Zwiebel ist am giftigsten: Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Zittern.
Ibuprofen, Diclofenac, NaproxenMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Schmerzmittel für Menschen verursachen Magengeschwüre und akutes Nierenversagen, besonders bei Katzen. Gefährlich sind auch Kindersäfte und Schmerzgele, die das Tier abschleckt.
Insektizide (Insektenspray, Ameisen- und Schabenköder, Pflanzenschutzmittel)Haus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Organophosphate und Carbamate: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Zittern, enge Pupillen, Atemnot. Sprays mit Pyrethroiden sind für Katzen besonders gefährlich.
Ivermectin nicht nach VorschriftMedikamentKatze: giftigHund: sehr gefährlich
Präparate für Pferde und Nutztiere in „Hundedosis“ sind für Rassen mit MDR1-Defekt lebensgefährlich: Taumeln, Blindheit, Koma.
Kaffee, Tee, EnergydrinksLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Koffein: Unruhe, Erbrechen, Herzrasen, Zittern, Krämpfe. Gefährlich sind Kaffeepulver, Bohnen, Kapseln und Koffeintabletten.
KaktusPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
An sich meist nicht giftig, aber die Stacheln verletzen Maul, Pfoten und Augen.
Kalanchoe (Flammendes Käthchen)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Enthält Bufadienolide: meist Erbrechen und Durchfall, in großen Mengen Herzrhythmusstörungen möglich.
Kartoffel (grüne Knollen, Kraut, Keime)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Solanin: Erbrechen, Durchfall, Schwäche, verlangsamter Puls. Gekochte Kartoffel ohne Salz und Fett ist nicht giftig.
KäseLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Salzig und fett; ein Stückchen als Leckerli schadet meist nicht, viel davon führt zu Magenbeschwerden.
Katzenfutter für den HundLebensmittelKatze: unbedenklichHund: Vorsicht
Nicht giftig, aber zu fett und eiweißreich: Wer es regelmäßig frisst, bekommt Magenbeschwerden und riskiert eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Katzengras (Hafer, Weizen)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Unbedenklich. Katzen kauen es gern und würgen danach manchmal Haarballen heraus.
KatzenminzePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig. Wirkt auf etwa zwei Drittel der Katzen: einige Minuten Aufregung, dann Entspannung. Hunde bekommen nach großen Mengen leichte Magenbeschwerden.
Kerne von Kirsche, Aprikose, Pfirsich, PflaumeLebensmittelKatze: giftigHund: giftig
Enthalten blausäurebildende Stoffe; große Kerne verstopfen außerdem den Darm. Das Fruchtfleisch ohne Kern ist nicht giftig.
Knete und SalzteigHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: sehr gefährlich
Selbstgemachter Salzteig und Knete enthalten viel Salz: Erbrechen, Durst, Zittern, Krämpfe. Hunde mögen den Geschmack.
Knicklichter und LeuchtarmbänderHaus, Garten, GarageKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Die Flüssigkeit ist bitter: starkes Speicheln und Schreck, aber meist keine Vergiftung. Maul und Fell abwischen, Wasser anbieten.
Korbmarante, Pfeilwurz (Calathea, Maranta)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig.
Kroton (Wunderstrauch)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Milchsaft: Reizung im Maul, Erbrechen, Durchfall.
Kürbis, Möhre, Zucchini, GurkeLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Unbedenklich, ohne Salz und Gewürze.
Lametta, Fäden, HaargummisHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: giftig
Fadenförmige Gegenstände sind eine häufige Ursache für schweren Darmverschluss bei Katzen: Der Darm zieht sich wie eine Ziehharmonika zusammen und kann durchtrennt werden. Hängt ein Faden aus dem Maul oder unter dem Schwanz heraus – nicht ziehen, sofort zum Tierarzt.
LavendelPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Die Pflanze selbst verursacht leichte Magenbeschwerden. Ätherisches Lavendelöl ist für Katzen gefährlich (siehe „Ätherische Öle“).
Leber (oft und viel)LebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Als Teil der Ration gesund, aber wird fast nur Leber gefüttert, entsteht ein Vitamin-A-Überschuss mit Schäden an Gelenken und Wirbelsäule.
LiliePflanzeKatze: sehr gefährlichHund: Vorsicht
Für Katzen eine der gefährlichsten Pflanzen: Alle Teile lösen akutes Nierenversagen aus, sogar Pollen im Fell und Wasser aus der Vase. In den ersten Stunden kommt es zu Erbrechen und Mattigkeit, dann versagen die Nieren. Die Behandlung hilft nur, wenn sie in den ersten 18 Stunden beginnt. Bei Hunden verursachen Lilien nur leichte Magenbeschwerden.
Loperamid (Imodium)MedikamentKatze: giftigHund: giftig
Für Hunde von Rassen mit MDR1-Defekt (Collies, Shelties, Australian Shepherds u. a.) schon in kleiner Dosis gefährlich: Benommenheit, Taumeln, Koma.
LorbeerPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Erbrechen, Durchfall; das harte trockene Blatt kann den Rachen verletzen.
LupinePflanzeKatze: giftigHund: giftig
Alkaloide, vor allem in den Samen: Speicheln, Zittern, Taumeln, Atemnot.
MacadamianüsseLebensmittelKatze: VorsichtHund: giftig
Bei Hunden: Schwäche der Hinterbeine, Zittern, Erbrechen, Fieber – vergeht meist in 1–2 Tagen. Katzen bekommen ebenfalls keine Nüsse.
Magnete (mehrere)Haus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Zwei oder mehr verschluckte Magnete ziehen sich durch die Darmwände an und reißen sie auf. Sofort Röntgen.
MaiglöckchenPflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Enthält herzwirksame Glykoside: Erbrechen, Schwäche, schwere Herzrhythmusstörungen. Auch das Wasser aus der Vase ist gefährlich.
MaiskolbenLebensmittelKatze: VorsichtHund: giftig
Die Körner sind unbedenklich, aber der Kolben ist eine häufige Ursache für Darmverschluss bei Hunden. Hat der Hund ein Stück Kolben geschluckt, rufen Sie den Tierarzt an – nicht auf Symptome warten.
Milch und SahneLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Viele erwachsene Katzen und Hunde vertragen Laktose schlecht: Durchfall, Blähungen. Nicht giftig, aber auch nicht nötig.
MinzePflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
In großen Mengen Erbrechen und Durchfall. Ätherisches Minzöl ist für Katzen gefährlich.
Mistel, Stechpalme (Ilex)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Weihnachtspflanzen: Erbrechen, Durchfall, Speicheln; Mistel kann in großen Mengen den Herzrhythmus stören.
MohnPflanzeKatze: giftigHund: giftig
Alkaloide: Benommenheit oder Erregung, Taumeln, Erbrechen.
Monstera (Fensterblatt)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Brennen und Schwellung im Maul, Speicheln, Erbrechen, Schluckbeschwerden.
MottenkugelnHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Erbrechen, Zerfall roter Blutkörperchen, Leber- und Nierenschäden, Krämpfe. Katzen sind besonders empfindlich.
Mückenstecker und RäucherspiralenHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: Vorsicht
Pyrethroide sind für Katzen besonders gefährlich: Speicheln, Zittern. Den Stecker nicht dort benutzen, wo die Katze schläft, und keine Plättchen zerkauen lassen.
MuskatnussLebensmittelKatze: giftigHund: giftig
Myristicin: Erregung, Herzrasen, Orientierungslosigkeit, Erbrechen.
Narzisse (Osterglocke)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Besonders giftig ist die Zwiebel: starkes Erbrechen, Speicheln, Durchfall; in großen Mengen Krämpfe, Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen.
Nüsse (Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Erdnüsse)LebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Fettreich, können Magenbeschwerden und Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen, bei kleinen Hunden einen Darmverschluss. Verschimmelte Walnüsse enthalten Giftstoffe, die Zittern und Krämpfe verursachen.
OleanderPflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Herzwirksame Glykoside in allen Pflanzenteilen, sogar in trockenen Blättern: Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, kann tödlich sein.
Orchidee (Phalaenopsis)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig. Gefährlich sind Dünger und Pflegemittel.
Palmfarn (Cycas)PflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Besonders giftig sind die Samen: Erbrechen, Durchfall, danach Leberversagen. Oft tödlich, selbst mit Behandlung.
ParacetamolMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: giftig
Für Katzen ist schon eine einzige Dosis lebensgefährlich: Rote Blutkörperchen werden zerstört (Schleimhäute werden blau), Gesicht und Pfoten schwellen an, die Leber wird geschädigt. Bei Hunden schädigen hohe Dosen die Leber. Es gibt ein Gegenmittel – sofort zum Tierarzt.
Pelargonie (Geranie)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Erbrechen, Appetitlosigkeit, Hautreizung.
Peperomie (Zwergpfeffer)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig.
Philodendron (Baumfreund)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen.
Quecksilberthermometer (zerbrochen)Haus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig
Verschlucktes metallisches Quecksilber wird kaum aufgenommen, gefährlich sind die Dämpfe. Bringen Sie das Tier aus dem Raum und lüften Sie; die Kügelchen nicht aufsaugen, sondern einsammeln und zur Schadstoffsammelstelle bringen. Lassen Sie das Tier vom Tierarzt untersuchen. Quecksilberthermometer werden seit 2009 nicht mehr verkauft, alte gibt es aber noch.
Ratten- und MäusegiftHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Die meisten Köder hemmen die Blutgerinnung: Blutungen beginnen nach 3–5 Tagen. Es gibt ein Gegenmittel – Vitamin K1 –, deshalb sofort zum Tierarzt, mit der Packung. Mäuseköder mit Alphachloralose wirken anders: Die Katze kühlt aus, taumelt und zittert. Katzen können sich auch durch eine vergiftete Maus vergiften.
Reis, Haferflocken, Buchweizen (gekocht)LebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
In kleinen Mengen ohne Salz und Fett unbedenklich.
Rhabarber (Blätter)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Lösliche Oxalate: Speicheln, Erbrechen, in schweren Fällen Kalziummangel im Blut und Nierenschäden.
RitterspornPflanzeKatze: giftigHund: giftig
Alkaloide: Muskelschwäche, Speicheln, Herzrhythmusstörungen, in schweren Fällen Lähmungen.
Rizinus (Wunderbaum)PflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Die Samen enthalten Rizin: blutiges Erbrechen und blutiger Durchfall, Schäden an Nieren und Leber. Schon ein zerkauter Samen ist gefährlich.
Rohe EierLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Salmonellengefahr; rohes Eiweiß bindet Biotin. Ein gekochtes Ei ist unbedenklich.
Roher HefeteigLebensmittelKatze: giftigHund: sehr gefährlich
Der Teig geht im Magen auf und bildet Alkohol: Blähungen, Erbrechen, Taumeln, bei Hunden Gefahr einer Magendrehung.
Rohes Fleisch und roher FischLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Gefahr durch Bakterien (Salmonellen, Listerien) und Parasiten; roher Fisch zerstört bei regelmäßiger Fütterung Vitamin B1 bei Katzen. Roher Süßwasserfisch kann Parasiten wie den Fischbandwurm übertragen.
Rohr- und BackofenreinigerHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Laugen und Säuren verursachen schwere Verätzungen von Maul und Speiseröhre. Kein Erbrechen auslösen – sofort zum Tierarzt.
RosePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig; gefährlich sind die Dornen und Pflanzenschutzmittel auf gekauften Blumen.
Salziges (Chips, Salzhering)LebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Wenig davon – Magenbeschwerden und starker Durst; viel Salz (Salzteig, Meerwasser) – Natriumvergiftung mit Erbrechen, Zittern und Krämpfen.
Schefflera (Strahlenaralie)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen.
Schlaf- und Beruhigungsmittel für MenschenMedikamentKatze: giftigHund: giftig
Taumeln, Schläfrigkeit oder im Gegenteil Unruhe, flache Atmung.
SchneckenkornHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Metaldehyd: Zittern, Krämpfe und sehr hohes Fieber schon nach 1–3 Stunden – sofort zum Tierarzt. Schneckenkorn mit Eisen-III-Phosphat gilt als weniger giftig, ist in großen Mengen aber ebenfalls gefährlich.
Schokolade und KakaoLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Theobromin und Koffein: Unruhe, Erbrechen, Herzrasen, Zittern, Krämpfe. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher: Für einen 10-kg-Hund ist schon eine kleine Tafel Zartbitter gefährlich.
Schwertfarn (Nephrolepis)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig. Nicht mit dem Zierspargel verwechseln – der ist giftig.
Schwertlilie (Iris)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Der Wurzelstock ist am giftigsten: Speicheln, Erbrechen, Durchfall.
Silicagel („Nicht essen“-Beutel)Haus, Garten, GarageKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Praktisch ungiftig; möglich sind leichte Magenbeschwerden und bei kleinen Tieren ein Darmverschluss durch den Beutel.
SonnenblumePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig. Gesalzene geröstete Kerne besser nicht geben.
SpülmittelHaus, Garten, GarageKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Etwas davon – Erbrechen und Durchfall. Genau damit wäscht man eine Katze, die mit Permethrin oder Öl in Berührung gekommen ist.
Streusalz und AuftaumittelHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig
Greift die Pfotenballen an, und abgeleckt verursacht es Erbrechen und eine Salzvergiftung. Nach dem Winterspaziergang die Pfoten mit lauwarmem Wasser waschen.
TagliliePflanzeKatze: sehr gefährlichHund: unbedenklich
Wie echte Lilien löst sie bei Katzen akutes Nierenversagen aus. Für Hunde nicht giftig.
Thunfisch aus der DoseLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Ab und zu geht; regelmäßig nicht: viel Quecksilber und Salz, und als Futter ist er nicht ausgewogen.
Tomate (Kraut, grüne Früchte)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Kraut und unreife Früchte verursachen Magenbeschwerden und Speicheln. Eine reife Tomate in kleiner Menge ist ungefährlich.
TulpePflanzeKatze: giftigHund: giftig
Das meiste Gift steckt in der Zwiebel: Erbrechen, Speicheln, Durchfall.
UsambaraveilchenPflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
Nicht giftig.
Vitamin D (Tropfen, Tabletten, Psoriasis-Salbe)MedikamentKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Eine Überdosis erhöht das Kalzium im Blut und zerstört die Nieren; Anzeichen nach 12–36 Stunden. Gefährlich sind Tropfen, Tabletten und Salben mit Calcipotriol.
WaldpilzeLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Knollenblätterpilz und andere Pilze schädigen Leber, Nieren und Nervensystem; erste Anzeichen können erst nach 6–12 Stunden auftreten. Champignons aus dem Laden sind in kleiner Menge nicht giftig.
WaschmittelkapselnHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig
Das konzentrierte Waschmittel verursacht Verätzungen im Maul, Erbrechen und Schaum in der Lunge.
Wassermelone, Heidelbeeren, Erdbeeren, BananeLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich
In kleinen Mengen unbedenklich; bei der Wassermelone Schale und Kerne entfernen.
Weihnachtsbaum (Fichte, Tanne, Kiefer)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Nadeln stechen und reizen den Magen; gefährlich sind das Wasser im Christbaumständer (Frischhaltemittel, Bakterien) sowie Lametta und Schmuck (siehe „Lametta, Fäden, Haargummis“).
Weihnachtsstern, WolfsmilchPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Der Milchsaft reizt Maul und Magen: Speicheln, manchmal Erbrechen. Die Gefahr durch den Weihnachtsstern wird stark übertrieben.
Weintrauben und RosinenLebensmittelKatze: giftigHund: sehr gefährlich
Bei Hunden kann schon eine kleine Menge akutes Nierenversagen auslösen; eine sichere Dosis gibt es nicht. Für Katzen gibt es weniger Daten, aber auch sie sollten keine bekommen.
Xylit (Zuckerersatz)LebensmittelKatze: giftigHund: sehr gefährlich
Senkt bei Hunden schon nach 15–30 Minuten stark den Blutzucker und kann die Leber zerstören. Steckt in Kaugummi, zuckerfreien Bonbons, manchen Erdnussbuttern und Zahnpasten sowie in „Birkenzucker“ zum Backen. Für Katzen gibt es wenig Daten – auch sie sollten keins bekommen.
Yucca (Palmlilie)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Saponine: Erbrechen, Durchfall, Speicheln.
Zamioculcas (Glücksfeder)PflanzeKatze: giftigHund: giftig
Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen.
ZierspargelPflanzeKatze: giftigHund: giftig
Die Beeren verursachen Erbrechen und Durchfall, der Saft reizt die Haut.
Zigaretten, Tabak, E-Liquid, NikotinbeutelHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich
Nikotin: Erbrechen, Speicheln, Unruhe, Zittern, Herzrasen schon nach 15–60 Minuten. E-Liquids und Nikotinbeutel sind besonders konzentriert.
ZitrusfrüchteLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht
Das Fruchtfleisch ist in kleiner Menge ungefährlich; Schale und ätherische Öle reizen den Magen.
Zwiebel, Knoblauch, Lauch, SchnittlauchLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: giftig
Zerstören rote Blutkörperchen (hämolytische Anämie). Gefährlich in jeder Form – roh, gekocht, getrocknet, als Pulver, in Suppe und Babynahrung. Katzen sind empfindlicher als Hunde. Anzeichen nach 1–5 Tagen: Schwäche, blasse Schleimhäute, dunkler Urin.