Giftig oder nicht?

Pflanzen, Lebensmittel, Medikamente für Menschen und Haushaltsmittel – warum sie für Katzen und Hunde gefährlich sind und wann Sie sofort zum Tierarzt müssen.

Wenn Ihr Tier schon etwas Gefährliches gefressen hat: Lösen Sie kein Erbrechen aus und geben Sie weder Milch noch Medikamente. Rufen Sie sofort Ihre Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst an und nehmen Sie die Packung, die Pflanze oder ein Foto davon mit. Bei Vergiftungen zählt jede Stunde – warten Sie nicht auf Symptome. Einen eigenen Giftnotruf für Tiere gibt es in Deutschland nicht: Die Giftinformationszentren sind für Menschen zuständig und beraten bei Tieren nur, wenn sie Kapazität haben.
Abschwellende Nasensprays und -tropfenMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Abschwellende Nasensprays und -tropfen sind schon in kleinen Mengen gefährlich – es reicht, die Flasche zu zerkauen: Erbrechen, langsamer Puls, Blutdruckschwankungen, Mattigkeit oder Unruhe.

AlkoholLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Erbrechen, Taumeln, flache Atmung, Absinken von Körpertemperatur und Blutzucker. Gefährlich sind auch alkoholische Tinkturen, etwa Baldriantinktur.

Alocasia, Caladium, AglaonemaPflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Brennen und Schwellung im Maul, Speicheln, Erbrechen.

Aloe veraPflanzeKatze: giftigHund: giftig

Der Saft aus Blattfleisch und Schale verursacht Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit. Aloe-Gel für Menschen nicht bei Katze oder Hund anwenden.

AlpenveilchenPflanzeKatze: giftigHund: giftig

Das meiste Gift steckt in der Knolle: Speicheln, Erbrechen, Durchfall; in großen Mengen Herzrhythmusstörungen und Krämpfe.

Amaryllis (Ritterstern)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Alkaloide, vor allem in der Zwiebel: Erbrechen, Speicheln, Bauchschmerzen, Mattigkeit.

Anthurie (Flamingoblume)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen.

AntidepressivaMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Unruhe oder Benommenheit, Zittern, Krämpfe, Fieber. Katzen werden vom Geruch mancher Tabletten angelockt (zum Beispiel Venlafaxin).

Apfel ohne KerneLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

In kleinen Mengen unbedenklich. Die Kerne enthalten etwas blausäurebildende Stoffe – ein paar schaden nicht, das Kerngehäuse aber besser entfernen.

Aspirin (ASS)MedikamentKatze: sehr gefährlichHund: giftig

Katzen bauen Aspirin sehr schlecht ab: Erbrechen, schnelle Atmung, Schäden an Leber und Blut. Bei Hunden Magengeschwüre.

Ätherische Öle und DuftzerstäuberMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: giftig

Katzen können viele Stoffe aus ätherischen Ölen nicht abbauen (Teebaum, Eukalyptus, Zitrus, Minze): Speicheln, Taumeln, Zittern, Leberschäden. Keine Öle aufs Fell geben und keine Diffuser in der Nähe von Katzen verwenden.

AvocadoLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Bei Katzen und Hunden Magenbeschwerden; der Kern kann den Darm verstopfen. Für Vögel und Nagetiere ist Avocado sehr giftig.

Azalee, RhododendronPflanzeKatze: giftigHund: giftig

Grayanotoxine: Erbrechen, Speicheln, Durchfall, Schwäche; in großen Mengen Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen, Koma.

BaldrianMedikamentKatze: giftigHund: giftig

Die alkoholische Tinktur ist wegen des Alkohols gefährlich; Tabletten machen Katzen unruhig und verursachen bei Hunden Magenbeschwerden. Niemals „zum Spaß“ geben.

Batterien (vor allem Knopfzellen)Haus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Eine verschluckte Knopfzelle brennt sich in 1–2 Stunden durch Speiseröhre oder Magen. Zerkaute Batterien verursachen Verätzungen im Maul.

BegoniePflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle, vor allem in den Knollen: Brennen im Maul, Speicheln, Erbrechen.

Blauregen (Glyzinie)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Samen und Hülsen: Erbrechen (manchmal mit Blut), Durchfall, Austrocknung.

Bogenhanf (Sansevieria)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Saponine: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall – meist leichte Beschwerden.

BrotLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Etwas Brot schadet nicht, nützt aber auch nicht. Gefährlich sind roher Hefeteig und Brot mit Rosinen, Zwiebeln oder Nüssen.

Calla (Zantedeschia)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen. Schädigt die Nieren nicht – anders als echte Lilien.

Chlorreiniger und BleichmittelHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig

Verätzungen von Maul und Speiseröhre, Speicheln, Erbrechen. Kein Erbrechen auslösen, etwas Wasser geben und zum Tierarzt.

ChrysanthemePflanzeKatze: giftigHund: giftig

Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Hautreizung.

DieffenbachiePflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Brennen im Maul, starkes Speicheln, Erbrechen, Schwellung von Zunge und Rachen. Maul mit Wasser ausspülen und zum Tierarzt.

Drachenbaum, auch GlücksbambusPflanzeKatze: giftigHund: giftig

Saponine: Erbrechen (manchmal mit Blut), Speicheln, Mattigkeit; bei Katzen erweiterte Pupillen. Der „Glücksbambus“ aus dem Laden ist ein Drachenbaum, kein Bambus.

DüngerHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig

Erbrechen, Durchfall, Reizung im Maul; Dünger mit Schädlingsmitteln und Knochenmehl sind gefährlicher.

Echter BambusPflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig. Der „Glücksbambus“ aus dem Blumenladen ist ein Drachenbaum – und der ist giftig.

EfeuPflanzeKatze: giftigHund: giftig

Saponine: Erbrechen, Bauchschmerzen, Speicheln, Durchfall.

EfeututePflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Brennen im Maul, Speicheln, Erbrechen, Schluckbeschwerden.

EibePflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Nadeln und Samen enthalten Taxine: plötzlicher Herzstillstand, Zittern, Atemnot. Der rote Samenmantel ist fast harmlos, der Samen darin aber hochgiftig.

Einblatt (Spathiphyllum)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen. Keine echte Lilie – schädigt die Nieren nicht.

Eis und SüßigkeitenLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Zucker, Fett und Laktose – Magenbeschwerden; prüfen Sie, ob Schokolade, Rosinen, Nüsse oder Xylit enthalten sind.

EisenhutPflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Eine der giftigsten Gartenpflanzen: Speicheln, Erbrechen, Schwäche, schwere Herzrhythmusstörungen.

EisenpräparateMedikamentKatze: giftigHund: giftig

Erbrechen, blutiger Durchfall, danach mögliche Leberschäden.

ErdnussbutterLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Etwas ist in Ordnung, wenn kein Xylit enthalten ist – unbedingt das Etikett prüfen.

Fett, Haut, SpeckLebensmittelKatze: VorsichtHund: giftig

Fettes Essen vom Tisch ist eine häufige Ursache für Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Hunden: Erbrechen, Bauchschmerzen, Mattigkeit.

Ficus (Birkenfeige, Gummibaum)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Der Milchsaft reizt Maul und Haut: Speicheln, Erbrechen.

FingerhutPflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Herzwirksame Glykoside: Erbrechen, langsamer oder unregelmäßiger Puls, Schwäche. Lebensgefährlich.

Flohmittel für Hunde mit PermethrinMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: unbedenklich

Für Katzen lebensgefährlich: Zittern und Krämpfe nach wenigen Stunden. Waschen Sie die Katze sofort mit lauwarmem Wasser und Spülmittel und fahren Sie zum Tierarzt. Auch enger Kontakt mit einem frisch behandelten Hund ist gefährlich. Für Hunde bei richtiger Anwendung unbedenklich.

Frostschutzmittel und ScheibenfrostschutzHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Ethylenglykol im Kühlerfrostschutz: Schon ein Teelöffel kann eine Katze töten. Zuerst wirkt das Tier „betrunken“, dann folgt akutes Nierenversagen. Das Gegenmittel wirkt nur in den ersten Stunden. Auch Scheibenfrostschutz und Enteiser enthalten Alkohole und sind gefährlich.

FrühlingskrokusPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Der Frühlingskrokus verursacht leichte Magenbeschwerden. Gefährlich ist die Herbstzeitlose (siehe „Herbstzeitlose“).

Gekochte Knochen (vor allem Geflügel)LebensmittelKatze: giftigHund: giftig

Kein Gift, aber mechanisch gefährlich: Scharfe Splitter verletzen Speiseröhre und Darm, Knochen verursachen Verstopfung und Darmverschluss, brechen Zähne ab. Bei Erbrechen, Blut im Kot oder aufgeblähtem Bauch sofort zum Tierarzt.

Gekochtes EiLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Unbedenklich als Leckerli.

Gekochtes Hähnchen oder Pute ohne Haut und KnochenLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Unbedenklich als Leckerli oder als vorübergehende Schonkost bei Magenbeschwerden (nach Rücksprache mit dem Tierarzt).

Geldbaum (Crassula)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Erbrechen, Mattigkeit, manchmal Taumeln. Vergeht meist folgenlos; zum Tierarzt, wenn die Beschwerden nicht abklingen.

Glückskastanie (Pachira)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig.

Goldfruchtpalme, BergpalmePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig. Nicht mit dem Palmfarn (Cycas) verwechseln – der ist sehr gefährlich.

GrünliliePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig. Katzen knabbern gern daran; frisst die Katze viel, kann sie einmal erbrechen.

Halssprays mit Benzocain oder LidocainMedikamentKatze: giftigHund: Vorsicht

Bei Katzen stört Benzocain den Sauerstofftransport im Blut (Methämoglobinämie): Die Schleimhäute werden bräunlich, die Atmung wird schnell.

Haworthie, EcheveriePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig.

HerbstzeitlosePflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Colchicin: blutiges Erbrechen, Durchfall, Schäden an Knochenmark, Nieren und Leber. Nicht mit dem Frühlingskrokus verwechseln.

HopfenLebensmittelKatze: giftigHund: sehr gefährlich

Löst bei Hunden eine gefährliche Überhitzung aus (maligne Hyperthermie): Die Temperatur steigt über 41 °C. Auch gebrauchter Hopfen vom Heimbrauen ist gefährlich.

HortensiePflanzeKatze: giftigHund: giftig

Cyanogene Glykoside: Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit.

Hundefutter für die KatzeLebensmittelKatze: VorsichtHund: unbedenklich

Einmal ist kein Problem, dauerhaft aber nicht: Im Hundefutter fehlen das Taurin und Eiweiß, das eine Katze braucht.

HyazinthePflanzeKatze: giftigHund: giftig

Die Zwiebel ist am giftigsten: Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Zittern.

Ibuprofen, Diclofenac, NaproxenMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Schmerzmittel für Menschen verursachen Magengeschwüre und akutes Nierenversagen, besonders bei Katzen. Gefährlich sind auch Kindersäfte und Schmerzgele, die das Tier abschleckt.

Insektizide (Insektenspray, Ameisen- und Schabenköder, Pflanzenschutzmittel)Haus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Organophosphate und Carbamate: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Zittern, enge Pupillen, Atemnot. Sprays mit Pyrethroiden sind für Katzen besonders gefährlich.

Ivermectin nicht nach VorschriftMedikamentKatze: giftigHund: sehr gefährlich

Präparate für Pferde und Nutztiere in „Hundedosis“ sind für Rassen mit MDR1-Defekt lebensgefährlich: Taumeln, Blindheit, Koma.

Kaffee, Tee, EnergydrinksLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Koffein: Unruhe, Erbrechen, Herzrasen, Zittern, Krämpfe. Gefährlich sind Kaffeepulver, Bohnen, Kapseln und Koffeintabletten.

KaktusPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

An sich meist nicht giftig, aber die Stacheln verletzen Maul, Pfoten und Augen.

Kalanchoe (Flammendes Käthchen)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Enthält Bufadienolide: meist Erbrechen und Durchfall, in großen Mengen Herzrhythmusstörungen möglich.

Kartoffel (grüne Knollen, Kraut, Keime)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Solanin: Erbrechen, Durchfall, Schwäche, verlangsamter Puls. Gekochte Kartoffel ohne Salz und Fett ist nicht giftig.

KäseLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Salzig und fett; ein Stückchen als Leckerli schadet meist nicht, viel davon führt zu Magenbeschwerden.

Katzenfutter für den HundLebensmittelKatze: unbedenklichHund: Vorsicht

Nicht giftig, aber zu fett und eiweißreich: Wer es regelmäßig frisst, bekommt Magenbeschwerden und riskiert eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Katzengras (Hafer, Weizen)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Unbedenklich. Katzen kauen es gern und würgen danach manchmal Haarballen heraus.

KatzenminzePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig. Wirkt auf etwa zwei Drittel der Katzen: einige Minuten Aufregung, dann Entspannung. Hunde bekommen nach großen Mengen leichte Magenbeschwerden.

Kerne von Kirsche, Aprikose, Pfirsich, PflaumeLebensmittelKatze: giftigHund: giftig

Enthalten blausäurebildende Stoffe; große Kerne verstopfen außerdem den Darm. Das Fruchtfleisch ohne Kern ist nicht giftig.

Knete und SalzteigHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: sehr gefährlich

Selbstgemachter Salzteig und Knete enthalten viel Salz: Erbrechen, Durst, Zittern, Krämpfe. Hunde mögen den Geschmack.

Knicklichter und LeuchtarmbänderHaus, Garten, GarageKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Die Flüssigkeit ist bitter: starkes Speicheln und Schreck, aber meist keine Vergiftung. Maul und Fell abwischen, Wasser anbieten.

Korbmarante, Pfeilwurz (Calathea, Maranta)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig.

Kroton (Wunderstrauch)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Milchsaft: Reizung im Maul, Erbrechen, Durchfall.

Kürbis, Möhre, Zucchini, GurkeLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Unbedenklich, ohne Salz und Gewürze.

Lametta, Fäden, HaargummisHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: giftig

Fadenförmige Gegenstände sind eine häufige Ursache für schweren Darmverschluss bei Katzen: Der Darm zieht sich wie eine Ziehharmonika zusammen und kann durchtrennt werden. Hängt ein Faden aus dem Maul oder unter dem Schwanz heraus – nicht ziehen, sofort zum Tierarzt.

LavendelPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Die Pflanze selbst verursacht leichte Magenbeschwerden. Ätherisches Lavendelöl ist für Katzen gefährlich (siehe „Ätherische Öle“).

Leber (oft und viel)LebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Als Teil der Ration gesund, aber wird fast nur Leber gefüttert, entsteht ein Vitamin-A-Überschuss mit Schäden an Gelenken und Wirbelsäule.

LiliePflanzeKatze: sehr gefährlichHund: Vorsicht

Für Katzen eine der gefährlichsten Pflanzen: Alle Teile lösen akutes Nierenversagen aus, sogar Pollen im Fell und Wasser aus der Vase. In den ersten Stunden kommt es zu Erbrechen und Mattigkeit, dann versagen die Nieren. Die Behandlung hilft nur, wenn sie in den ersten 18 Stunden beginnt. Bei Hunden verursachen Lilien nur leichte Magenbeschwerden.

Loperamid (Imodium)MedikamentKatze: giftigHund: giftig

Für Hunde von Rassen mit MDR1-Defekt (Collies, Shelties, Australian Shepherds u. a.) schon in kleiner Dosis gefährlich: Benommenheit, Taumeln, Koma.

LorbeerPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Erbrechen, Durchfall; das harte trockene Blatt kann den Rachen verletzen.

LupinePflanzeKatze: giftigHund: giftig

Alkaloide, vor allem in den Samen: Speicheln, Zittern, Taumeln, Atemnot.

MacadamianüsseLebensmittelKatze: VorsichtHund: giftig

Bei Hunden: Schwäche der Hinterbeine, Zittern, Erbrechen, Fieber – vergeht meist in 1–2 Tagen. Katzen bekommen ebenfalls keine Nüsse.

Magnete (mehrere)Haus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Zwei oder mehr verschluckte Magnete ziehen sich durch die Darmwände an und reißen sie auf. Sofort Röntgen.

MaiglöckchenPflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Enthält herzwirksame Glykoside: Erbrechen, Schwäche, schwere Herzrhythmusstörungen. Auch das Wasser aus der Vase ist gefährlich.

MaiskolbenLebensmittelKatze: VorsichtHund: giftig

Die Körner sind unbedenklich, aber der Kolben ist eine häufige Ursache für Darmverschluss bei Hunden. Hat der Hund ein Stück Kolben geschluckt, rufen Sie den Tierarzt an – nicht auf Symptome warten.

Milch und SahneLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Viele erwachsene Katzen und Hunde vertragen Laktose schlecht: Durchfall, Blähungen. Nicht giftig, aber auch nicht nötig.

MinzePflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

In großen Mengen Erbrechen und Durchfall. Ätherisches Minzöl ist für Katzen gefährlich.

Mistel, Stechpalme (Ilex)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Weihnachtspflanzen: Erbrechen, Durchfall, Speicheln; Mistel kann in großen Mengen den Herzrhythmus stören.

MohnPflanzeKatze: giftigHund: giftig

Alkaloide: Benommenheit oder Erregung, Taumeln, Erbrechen.

Monstera (Fensterblatt)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Brennen und Schwellung im Maul, Speicheln, Erbrechen, Schluckbeschwerden.

MottenkugelnHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Erbrechen, Zerfall roter Blutkörperchen, Leber- und Nierenschäden, Krämpfe. Katzen sind besonders empfindlich.

Mückenstecker und RäucherspiralenHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: Vorsicht

Pyrethroide sind für Katzen besonders gefährlich: Speicheln, Zittern. Den Stecker nicht dort benutzen, wo die Katze schläft, und keine Plättchen zerkauen lassen.

MuskatnussLebensmittelKatze: giftigHund: giftig

Myristicin: Erregung, Herzrasen, Orientierungslosigkeit, Erbrechen.

Narzisse (Osterglocke)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Besonders giftig ist die Zwiebel: starkes Erbrechen, Speicheln, Durchfall; in großen Mengen Krämpfe, Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen.

Nüsse (Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Erdnüsse)LebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Fettreich, können Magenbeschwerden und Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen, bei kleinen Hunden einen Darmverschluss. Verschimmelte Walnüsse enthalten Giftstoffe, die Zittern und Krämpfe verursachen.

OleanderPflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Herzwirksame Glykoside in allen Pflanzenteilen, sogar in trockenen Blättern: Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, kann tödlich sein.

Orchidee (Phalaenopsis)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig. Gefährlich sind Dünger und Pflegemittel.

Palmfarn (Cycas)PflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Besonders giftig sind die Samen: Erbrechen, Durchfall, danach Leberversagen. Oft tödlich, selbst mit Behandlung.

ParacetamolMedikamentKatze: sehr gefährlichHund: giftig

Für Katzen ist schon eine einzige Dosis lebensgefährlich: Rote Blutkörperchen werden zerstört (Schleimhäute werden blau), Gesicht und Pfoten schwellen an, die Leber wird geschädigt. Bei Hunden schädigen hohe Dosen die Leber. Es gibt ein Gegenmittel – sofort zum Tierarzt.

Pelargonie (Geranie)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Erbrechen, Appetitlosigkeit, Hautreizung.

Peperomie (Zwergpfeffer)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig.

Philodendron (Baumfreund)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen.

Quecksilberthermometer (zerbrochen)Haus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig

Verschlucktes metallisches Quecksilber wird kaum aufgenommen, gefährlich sind die Dämpfe. Bringen Sie das Tier aus dem Raum und lüften Sie; die Kügelchen nicht aufsaugen, sondern einsammeln und zur Schadstoffsammelstelle bringen. Lassen Sie das Tier vom Tierarzt untersuchen. Quecksilberthermometer werden seit 2009 nicht mehr verkauft, alte gibt es aber noch.

Ratten- und MäusegiftHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Die meisten Köder hemmen die Blutgerinnung: Blutungen beginnen nach 3–5 Tagen. Es gibt ein Gegenmittel – Vitamin K1 –, deshalb sofort zum Tierarzt, mit der Packung. Mäuseköder mit Alphachloralose wirken anders: Die Katze kühlt aus, taumelt und zittert. Katzen können sich auch durch eine vergiftete Maus vergiften.

Reis, Haferflocken, Buchweizen (gekocht)LebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

In kleinen Mengen ohne Salz und Fett unbedenklich.

Rhabarber (Blätter)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Lösliche Oxalate: Speicheln, Erbrechen, in schweren Fällen Kalziummangel im Blut und Nierenschäden.

RitterspornPflanzeKatze: giftigHund: giftig

Alkaloide: Muskelschwäche, Speicheln, Herzrhythmusstörungen, in schweren Fällen Lähmungen.

Rizinus (Wunderbaum)PflanzeKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Die Samen enthalten Rizin: blutiges Erbrechen und blutiger Durchfall, Schäden an Nieren und Leber. Schon ein zerkauter Samen ist gefährlich.

Rohe EierLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Salmonellengefahr; rohes Eiweiß bindet Biotin. Ein gekochtes Ei ist unbedenklich.

Roher HefeteigLebensmittelKatze: giftigHund: sehr gefährlich

Der Teig geht im Magen auf und bildet Alkohol: Blähungen, Erbrechen, Taumeln, bei Hunden Gefahr einer Magendrehung.

Rohes Fleisch und roher FischLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Gefahr durch Bakterien (Salmonellen, Listerien) und Parasiten; roher Fisch zerstört bei regelmäßiger Fütterung Vitamin B1 bei Katzen. Roher Süßwasserfisch kann Parasiten wie den Fischbandwurm übertragen.

Rohr- und BackofenreinigerHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Laugen und Säuren verursachen schwere Verätzungen von Maul und Speiseröhre. Kein Erbrechen auslösen – sofort zum Tierarzt.

RosePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig; gefährlich sind die Dornen und Pflanzenschutzmittel auf gekauften Blumen.

Salziges (Chips, Salzhering)LebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Wenig davon – Magenbeschwerden und starker Durst; viel Salz (Salzteig, Meerwasser) – Natriumvergiftung mit Erbrechen, Zittern und Krämpfen.

Schefflera (Strahlenaralie)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen.

Schlaf- und Beruhigungsmittel für MenschenMedikamentKatze: giftigHund: giftig

Taumeln, Schläfrigkeit oder im Gegenteil Unruhe, flache Atmung.

SchneckenkornHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Metaldehyd: Zittern, Krämpfe und sehr hohes Fieber schon nach 1–3 Stunden – sofort zum Tierarzt. Schneckenkorn mit Eisen-III-Phosphat gilt als weniger giftig, ist in großen Mengen aber ebenfalls gefährlich.

Schokolade und KakaoLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Theobromin und Koffein: Unruhe, Erbrechen, Herzrasen, Zittern, Krämpfe. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher: Für einen 10-kg-Hund ist schon eine kleine Tafel Zartbitter gefährlich.

Schwertfarn (Nephrolepis)PflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig. Nicht mit dem Zierspargel verwechseln – der ist giftig.

Schwertlilie (Iris)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Der Wurzelstock ist am giftigsten: Speicheln, Erbrechen, Durchfall.

Silicagel („Nicht essen“-Beutel)Haus, Garten, GarageKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Praktisch ungiftig; möglich sind leichte Magenbeschwerden und bei kleinen Tieren ein Darmverschluss durch den Beutel.

SonnenblumePflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig. Gesalzene geröstete Kerne besser nicht geben.

SpülmittelHaus, Garten, GarageKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Etwas davon – Erbrechen und Durchfall. Genau damit wäscht man eine Katze, die mit Permethrin oder Öl in Berührung gekommen ist.

Streusalz und AuftaumittelHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig

Greift die Pfotenballen an, und abgeleckt verursacht es Erbrechen und eine Salzvergiftung. Nach dem Winterspaziergang die Pfoten mit lauwarmem Wasser waschen.

TagliliePflanzeKatze: sehr gefährlichHund: unbedenklich

Wie echte Lilien löst sie bei Katzen akutes Nierenversagen aus. Für Hunde nicht giftig.

Thunfisch aus der DoseLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Ab und zu geht; regelmäßig nicht: viel Quecksilber und Salz, und als Futter ist er nicht ausgewogen.

Tomate (Kraut, grüne Früchte)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Kraut und unreife Früchte verursachen Magenbeschwerden und Speicheln. Eine reife Tomate in kleiner Menge ist ungefährlich.

TulpePflanzeKatze: giftigHund: giftig

Das meiste Gift steckt in der Zwiebel: Erbrechen, Speicheln, Durchfall.

UsambaraveilchenPflanzeKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

Nicht giftig.

Vitamin D (Tropfen, Tabletten, Psoriasis-Salbe)MedikamentKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Eine Überdosis erhöht das Kalzium im Blut und zerstört die Nieren; Anzeichen nach 12–36 Stunden. Gefährlich sind Tropfen, Tabletten und Salben mit Calcipotriol.

WaldpilzeLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Knollenblätterpilz und andere Pilze schädigen Leber, Nieren und Nervensystem; erste Anzeichen können erst nach 6–12 Stunden auftreten. Champignons aus dem Laden sind in kleiner Menge nicht giftig.

WaschmittelkapselnHaus, Garten, GarageKatze: giftigHund: giftig

Das konzentrierte Waschmittel verursacht Verätzungen im Maul, Erbrechen und Schaum in der Lunge.

Wassermelone, Heidelbeeren, Erdbeeren, BananeLebensmittelKatze: unbedenklichHund: unbedenklich

In kleinen Mengen unbedenklich; bei der Wassermelone Schale und Kerne entfernen.

Weihnachtsbaum (Fichte, Tanne, Kiefer)PflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Nadeln stechen und reizen den Magen; gefährlich sind das Wasser im Christbaumständer (Frischhaltemittel, Bakterien) sowie Lametta und Schmuck (siehe „Lametta, Fäden, Haargummis“).

Weihnachtsstern, WolfsmilchPflanzeKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Der Milchsaft reizt Maul und Magen: Speicheln, manchmal Erbrechen. Die Gefahr durch den Weihnachtsstern wird stark übertrieben.

Weintrauben und RosinenLebensmittelKatze: giftigHund: sehr gefährlich

Bei Hunden kann schon eine kleine Menge akutes Nierenversagen auslösen; eine sichere Dosis gibt es nicht. Für Katzen gibt es weniger Daten, aber auch sie sollten keine bekommen.

Xylit (Zuckerersatz)LebensmittelKatze: giftigHund: sehr gefährlich

Senkt bei Hunden schon nach 15–30 Minuten stark den Blutzucker und kann die Leber zerstören. Steckt in Kaugummi, zuckerfreien Bonbons, manchen Erdnussbuttern und Zahnpasten sowie in „Birkenzucker“ zum Backen. Für Katzen gibt es wenig Daten – auch sie sollten keins bekommen.

Yucca (Palmlilie)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Saponine: Erbrechen, Durchfall, Speicheln.

Zamioculcas (Glücksfeder)PflanzeKatze: giftigHund: giftig

Calciumoxalat-Kristalle: Reizung im Maul, Speicheln, Erbrechen.

ZierspargelPflanzeKatze: giftigHund: giftig

Die Beeren verursachen Erbrechen und Durchfall, der Saft reizt die Haut.

Zigaretten, Tabak, E-Liquid, NikotinbeutelHaus, Garten, GarageKatze: sehr gefährlichHund: sehr gefährlich

Nikotin: Erbrechen, Speicheln, Unruhe, Zittern, Herzrasen schon nach 15–60 Minuten. E-Liquids und Nikotinbeutel sind besonders konzentriert.

ZitrusfrüchteLebensmittelKatze: VorsichtHund: Vorsicht

Das Fruchtfleisch ist in kleiner Menge ungefährlich; Schale und ätherische Öle reizen den Magen.

Zwiebel, Knoblauch, Lauch, SchnittlauchLebensmittelKatze: sehr gefährlichHund: giftig

Zerstören rote Blutkörperchen (hämolytische Anämie). Gefährlich in jeder Form – roh, gekocht, getrocknet, als Pulver, in Suppe und Babynahrung. Katzen sind empfindlicher als Hunde. Anzeichen nach 1–5 Tagen: Schwäche, blasse Schleimhäute, dunkler Urin.

Nach der Pflanzendatenbank des ASPCA Animal Poison Control Center, dem Merck Veterinary Manual und Empfehlungen veterinärtoxikologischer Zentren. Die Liste ist nicht vollständig: Fehlt etwas in der Datenbank, heißt das nicht, dass es unbedenklich ist.
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